Wärmebild · Kaufberatung
HIKMICRO-Wärmebildkamera: Welches Modell passt zu Ihrem Revier?
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Welche HIKMICRO-Wärmebildkamera die beste ist, entscheidet die Entfernung, auf der Sie beobachten. Für Garten und Spaziergang genügt das Lynx LE10 3.0, im Wald das Lynx LH19 3.0, auf Feldern ein Gerät mit 35 mm wie das Lynx LQ35 3.0 oder mit Entfernungsmesser das LQ35L 3.0 bzw. Condor CQ35L 2.0. Ein Reh erkennen Sie damit rechnerisch auf rund 71, 139 und 255 m. Binokulare (Habrok) sind deutlich schwerer und teurer.
Methodik: Modellauswahl und technische Daten stammen von hikmicrotech.com, Stand 23. Oktober 2026. Aufgenommen sind die neueren Monokular- und Binokular-Reihen, ältere Generationen nennen wir unten nur kurz. Pixelwinkel und Reichweiten haben wir selbst gerechnet, Preise von Frankonia. Die Geräte hatten wir nicht selbst in der Hand.
Sechs Reihen: welche wofür
Die Preise sind die Spanne bei Frankonia vom günstigsten Verkaufspreis bis zur höchsten UVP der Reihe, inklusive Mehrwertsteuer.
| Reihe | Modelle | Preis ca. | Passt für | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|---|---|
| Lynx 3.0, kurze Brennweite | LE10, LE15, LH15 | 480–900 € | Garten, Spaziergang, Waldweg | Reh erkennen nur bis 71–109 m |
| Lynx 3.0, mittlere Brennweite | LH19, LH25 | 1.000–1.200 € | Wald, Waldrand, Wiese | 384er-Sensor, Bild auf 100 m 18–24 m breit |
| Lynx 3.0, 35 mm | LH35, LQ35, LQ35L | 1.250–1.900 € | Feld, weite Wiesen | LH35 mit schmalem Bild (13 m auf 100 m) |
| Falcon 2.0 | FQ35, FQ50, FQ50L | 2.000–2.400 €* | Feld, lange Nächte | 486–583 g, größerer 21700-Akku |
| Condor 2.0 | CQ35L, CQ50L | 2.200–2.600 € | Feld mit Entfernungsmessung | Entfernungsmesser immer dabei |
| Habrok 4K 2.0 / Habrok 4K | HE25L 2.0, HH35L 2.0, HQ35L, HE25L, HE25LN | 1.500–2.500 €* | Binokular, Tag-Nacht-Kamera dazu | rund 800–900 g ohne Akku |
| Habrok Pro | HQ50L, HQ50LN, HX60L, HX60LN, HX60LS | 3.450–6.200 €* | Binokular für weite Distanz | 975–1.050 g mit Akkupack |
* Für Falcon FQ50L 2.0, Habrok 4K 2.0 HH35L, die erste Habrok-4K-HE25L sowie Habrok Pro HX60L und HX60LN haben wir bei Frankonia keinen Preis gefunden. Sie fehlen in der Spanne.
Ältere Reihen wie Lynx 2.0, Lynx S, Lynx Pro, die erste Falcon- und Condor-Generation, das erste Habrok und das Binokular Raptor stehen weiterhin auf hikmicrotech.com, wir vergleichen hier aber nur die neueren Reihen. Ein Falcon 2.0 mit 384er-Sensor führt HIKMICRO nicht. Vorgänger wie das Lynx LH35 2.0 listet Frankonia noch für rund 1.300 €, also etwa zum Preis des LH35 3.0.
Datenblatt-Vergleich: die neueren HIKMICRO-Handgeräte
Alle Geräte mit Datenblatt haben einen ungekühlten VOx-Sensor mit 12 µm Pixelabstand. NETD und Akkulaufzeit gelten laut HIKMICRO bei 25 °C. Varianten, die sich nur im Infrarotstrahler unterscheiden (Zusatz „N“), stehen in einer Zeile. Ein Strich heißt: HIKMICRO nennt den Wert nicht. Das Display ist bei LE10, LE15 und LH15 ein 0,39-Zoll-AMOLED mit 1024 × 768 Pixeln, bei allen anderen Geräten mit Datenblatt ein 0,49-Zoll-Display mit 1920 × 1080 Pixeln (Lynx AMOLED, sonst OLED).
| Modell | Sensor (Pixel) | NETD | Objektiv | Sehfeld horizontal (Breite auf 100 m) | Laser-Entfernungsmesser | Gewicht | Akkulaufzeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Monokulare Lynx 3.0 (Akku 18650, wechselbar) | |||||||
| Lynx LE10 3.0 | 256 × 192 | < 20 mK | 9,7 mm, F1,0 | 18,0° (31,7 m) | nein | 291,5 g | 6 h |
| Lynx LE15 3.0 | 256 × 192 | < 20 mK | 15 mm, F1,0 | 11,7° (20,5 m) | nein | 296,5 g | 6 h |
| Lynx LH15 3.0 | 320 × 240 | < 18 mK | 15 mm, F1,0 | 11,7° (20,5 m)** | nein | 296,5 g | 5,5 h |
| Lynx LH19 3.0 | 384 × 288 | < 15 mK | 19 mm, F1,0 | 13,8° (24,2 m) | nein | 331 g | 5 h |
| Lynx LH25 3.0 | 384 × 288 | < 15 mK | 25 mm, F1,0 | 10,5° (18,4 m) | nein | 328,5 g | 5 h |
| Lynx LH35 3.0 | 384 × 288 | < 15 mK | 35 mm, F1,0 | 7,5° (13,1 m) | nein | 354,5 g | 5 h |
| Lynx LQ35 3.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 35 mm, F1,0 | 12,5° (21,9 m) | nein | 354,5 g | 5 h |
| Lynx LQ35L 3.0*** | 640er-Sensor | < 15 mK | 35 mm | – | ja, 1.000 m | – | – |
| Monokulare Falcon 2.0 und Condor 2.0 (Akku 21700, wechselbar) | |||||||
| Falcon FQ35 2.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 35 mm, F1,0 | 12,5° (21,9 m) | nein | 485,5 g | ≥ 6,5 h |
| Falcon FQ50 2.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 50 mm, F0,9 | 8,8° (15,4 m) | nein | 569,5 g | ≥ 6,5 h |
| Falcon FQ50L 2.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 50 mm, F0,9 | 8,8° (15,4 m) | ja, 1.000 m | 583 g | ≥ 6 h |
| Condor CQ35L 2.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 35 mm, F1,0 | 12,5° (21,9 m) | ja, 1.000 m | 458 g | ≥ 6,5 h |
| Condor CQ50L 2.0 | 640 × 512 | < 15 mK | 50 mm, F0,9 | 8,7° (15,2 m) | ja, 1.000 m | 537 g | ≥ 6,5 h |
| Binokulare Habrok (zusätzlich 4K-Tag-Nacht-Kamera, 60 mm) | |||||||
| Habrok 4K HE25L 2.0 | 256 × 192 | < 18 mK | 25 mm, F1,0 | 7,0° (12,2 m) | ja, 1.000 m | 895 g ohne Akkus | ≥ 6,5 h |
| Habrok 4K HH35L 2.0 | 384 × 288 | < 15 mK | 35 mm, F1,0 | 7,5° (13,2 m) | ja, 1.000 m | 900 g ohne Akkus | ≥ 6,5 h |
| Habrok 4K HQ35L | 640 × 512 | < 20 mK | 35 mm, F1,0 | 12,5° (22,0 m) | ja, 1.000 m | 798 g ohne Akku | ≥ 8 h |
| Habrok 4K HE25L / HE25LN | 256 × 192 | < 35 mK | 25 mm, F1,0 | 7,0° (12,2 m) | ja, 1.000 m | 795 g ohne Akkus | ≥ 8 h |
| Habrok Pro HQ50L / HQ50LN | 640 × 512 | < 15 mK | 50 mm, F1,0 | 8,8° (15,4 m) | ja, 1.000 m | 975 g mit Akkupack | 10,5 h |
| Habrok Pro HX60L / HX60LN | 1280 × 1024 (25 Hz) | < 18 mK | 60 mm, F1,0 | 14,6° (25,6 m) | ja, 1.000 m | 1.050 g mit Akkupack | 9,5 h |
| Habrok Pro HX60LS | 1280 × 1024 (50 Hz) | < 15 mK | 60 mm, F1,0 | 14,6° (25,6 m) | ja, 1.000 m | 1.050 g mit Akkupack | 9,5 h |
** HIKMICRO nennt beim LH15 3.0 dasselbe Sehfeld wie beim LE15, obwohl der Sensor breiter ist. Rechnerisch ergeben 320 Pixel × 12 µm bei 15 mm 14,6° bzw. 25,6 m auf 100 m.
*** Für das LQ35L 3.0 gibt es auf hikmicrotech.com nur eine Produktbeschreibung, kein Datenblatt. Deren Sehfeld von 7,5° passt nicht zum 640er-Sensor, rechnerisch wären es wie beim LQ35 12,5°. Den Pixelabstand nennt HIKMICRO nicht. Für die Reichweite nehmen wir wie beim LQ35 12 µm an, das ist unsere Annahme, keine Herstellerangabe.
Die Akkuangaben sind nur innerhalb einer Reihe vergleichbar, weil HIKMICRO mal mit, mal ohne Hotspot, WLAN oder Entfernungsmesser misst. Für die Lynx-Reihe nennt HIKMICRO zusätzlich Werte bei −20 °C, jeweils eine halbe Stunde weniger.
Reichweite nachgerechnet: Wie weit erkennen Sie ein Reh?
Weil alle hier verglichenen HIKMICRO-Geräte denselben Pixelabstand von 12 µm haben, entscheidet allein die Brennweite, wie viele Pixel auf ein Tier fallen. Die Sensorauflösung bestimmt nur, wie breit das Bild ist. Wir rechnen wie im Artikel zur Wärmebild-Reichweite nach den Johnson-Kriterien mit einem Reh von 0,7 m Schulterhöhe und 2 Pixeln zum Entdecken, 8 zum Erkennen und 12,8 zum Identifizieren, jeweils für 50 Prozent Wahrscheinlichkeit.
Pixelwinkel (IFOV) = Pixelabstand ÷ Brennweite
Reichweite = Zielhöhe × Brennweite ÷ (Pixelzahl × Pixelabstand)
Beispiel Lynx LQ35 3.0: 12 µm ÷ 35 mm = 0,34 mrad, ein Pixel deckt auf 100 m also 3,4 cm ab. Reh erkennen: 0,7 m × 35 mm ÷ (8 × 0,012 mm) = 255 m.
| Brennweite | Modelle | IFOV (mrad) | Reh entdecken | Reh erkennen | Reh identifizieren | HIKMICRO-Detektion |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 9,7 mm | Lynx LE10 3.0 | 1,24 | 283 m | 71 m | 44 m | 500 m |
| 15 mm | Lynx LE15 3.0, LH15 3.0 | 0,80 | 438 m | 109 m | 68 m | 750 m |
| 19 mm | Lynx LH19 3.0 | 0,63 | 554 m | 139 m | 87 m | 900 m |
| 25 mm | Lynx LH25 3.0; Habrok HE25L 2.0, HE25L/LN | 0,48 | 729 m | 182 m | 114 m | 1.200 m |
| 35 mm | Lynx LH35, LQ35, LQ35L*** 3.0; Falcon FQ35; Condor CQ35L; Habrok HH35L 2.0, HQ35L | 0,34 | 1.021 m | 255 m | 160 m | 1.800 m |
| 50 mm | Falcon FQ50, FQ50L; Condor CQ50L; Habrok Pro HQ50L/LN | 0,24 | 1.458 m | 365 m | 228 m | 2.600 m |
| 60 mm | Habrok Pro HX60L/LN/LS | 0,20 | 1.750 m | 438 m | 273 m | 3.100 m |
Die HIKMICRO-Detektion liegt bei jedem Modell 6,5- bis 7,1-mal so weit wie unsere Erkennungsreichweite für ein Reh. Rechnet man die Herstellerwerte zurück, landen auf einem 1,7 m großen Ziel bei der angegebenen Entfernung 2,7 bis 3,0 Pixel. Ein Reh ist dort ein einzelnes warmes Pixel. HIKMICRO nennt keine Zielgröße, die Angabe ist also kein Versprechen, dass Sie auf 1.800 m noch ein Tier ansprechen.
Zum Wärmebild-Reichweitenrechner – Reichweite für Fuchs, Wildschwein oder Hirsch mit Ihrem HIKMICRO-Modell ausrechnen.
Zwei Folgerungen. Erstens: LH35 3.0 und LQ35 3.0 erkennen ein Reh auf dieselbe Entfernung. Der 640er-Sensor bringt keine Reichweite, sondern ein Bild, das auf 100 m 21,9 statt 13,1 m breit ist. Sie finden ein Tier damit schneller. Zweitens: Das Habrok Pro HX60 erreicht mit dem 1280er-Sensor ein Bild von 25,6 m auf 100 m, also breiter als beim Lynx LH19, und erkennt ein Reh trotzdem auf 438 m. Als HX60LS kostet es rund 6.000 €.
Welches HIKMICRO-Modell für welchen Zweck
| Einsatz | Typische Distanz | Unser Vorschlag | Reh erkennen bis | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| Garten, Spaziergang, Igel und Fuchs am Haus | bis 70 m | Lynx LE10 3.0 | 71 m | 480–500 € |
| Wald, Waldrand, Rehkitzsuche zu Fuß | 50–150 m | Lynx LH19 3.0 | 139 m | 1.000–1.050 € |
| Feld, weite Distanz | 150–250 m | Lynx LQ35 3.0 | 255 m | 1.580–1.650 € |
| Feld, Entfernung messen | 150–250 m | Lynx LQ35L 3.0 oder Condor CQ35L 2.0 | 255 m | 1.820–2.300 € |
| Sehr weite Felder, Küste, Moor | über 250 m | Falcon FQ50 2.0 oder Condor CQ50L 2.0 | 365 m | 2.300–2.600 € |
| Binokular, mit beiden Augen beobachten | wie oben | Habrok 4K HE25L 2.0 (Einstieg), Habrok Pro HQ50L (weit) | 182 bzw. 365 m | 1.550 bzw. 3.450–3.600 € |
Lynx, Falcon oder Condor?
Lynx LQ35 3.0, Falcon FQ35 2.0 und Condor CQ35L 2.0 haben laut HIKMICRO denselben Sensor mit 640 × 512 Pixeln, dieselbe NETD-Angabe, dasselbe 35-mm-Objektiv mit F1,0 und dasselbe Sehfeld von 12,5°. Die Unterschiede liegen im Gehäuse:
- Gewicht: Lynx 354,5 g, Condor 458 g, Falcon 485,5 g, jeweils mit Akku.
- Akku: Lynx mit 18650-Zelle und 5 Stunden, Falcon und Condor mit der größeren 21700-Zelle und mindestens 6,5 Stunden.
- Augenabstand: Lynx 20 mm, Falcon und Condor 15 mm. Für Brillenträger ist das Lynx damit nach Datenblatt im Vorteil.
- Entfernungsmesser: beim Condor immer, beim Lynx nur als LQ35L, beim Falcon nur als FQ50L.
Für die meisten Beobachter ist deshalb das Lynx die bessere Wahl: gleiches Bild, über 100 g leichter und bei Frankonia rund 430 € günstiger als das Falcon FQ35 (rund 1.580 statt 2.020 €). Falcon und Condor lohnen sich, wenn Sie ganze Nächte draußen sind und nicht ständig den Akku wechseln wollen, oder wenn Sie die 50-mm-Variante brauchen, die es bei Lynx nicht gibt. Das Condor mit Entfernungsmesser kostet rund 380 € mehr als das LQ35L, bringt dafür den größeren Akku mit. Mehr zu Ansitz, Akku im Frost und Schwarzwild steht im Beitrag zur Wärmebildkamera für die Jagd.
Welches Lynx für den Einstieg?
LE10, LE15 und LH15 haben das kleinere 0,39-Zoll-Display. Das LE10 3.0 hat mit 18° das weiteste Bild und kostet rund 480 €. Das LE15 3.0 reicht mit 15 mm etwa 50 Prozent weiter, zeigt aber nur 20,5 m auf 100 m. Das LH15 3.0 hat dieselbe Brennweite mit 320 × 240 statt 256 × 192 Pixeln und kostet rund 260 € mehr. Für Garten und Waldweg reicht das LE10, wer häufiger über Wiesen schaut, nimmt das LE15. Wie Sie Igel, Fuchs und Dachs damit finden, steht im Beitrag zur Wärmebildkamera für die Tierbeobachtung. Weitere Geräte bis 1.000 € anderer Hersteller vergleichen wir im Artikel zur Wärmebildkamera unter 1.000 Euro.
Habrok: wann ein Binokular?
Die Habrok-Modelle zeigen das Wärmebild auf zwei Okularen und haben eine zweite 4K-Kamera mit 60-mm-Objektiv und Infrarotstrahler für Tag und Nacht. Der Preis dafür: Das Habrok 4K HE25L 2.0 wiegt ohne Akkus 895 g, also das 2,7-Fache eines Lynx LH25 3.0 mit Akku, und hat im Wärmebild nur 256 × 192 Pixel. Dafür ist es mit gut 1.500 € bei Frankonia das günstigste der hier verglichenen HIKMICRO-Geräte mit Laser-Entfernungsmesser. Weit reicht erst das Habrok Pro HQ50L für rund 3.450 €. Ob sich zwei Okulare für Sie lohnen, klären wir ausführlich im Beitrag zum Wärmebildfernglas.
Fünf HIKMICRO-Geräte nach Preisklasse
Technische Daten laut hikmicrotech.com, Preise bei Frankonia, Stand 23. Oktober 2026. Alle Geräte sind reine Beobachtungsgeräte ohne Montage für Waffen.

Einsteiger · ca. 480–500 €
HIKMICRO Lynx LE10 3.0
- Sensor
- 256 × 192, 12 µm
- Objektiv
- 9,7 mm, F1,0
- Sehfeld
- 18,0° (31,7 m auf 100 m)
- Gewicht
- 291,5 g mit Akku
- Reh erkennen
- ca. 71 m (eigene Rechnung)
Für wen: Für Garten, Spaziergang und Waldweg, wenn Tiere selten weiter als 70 m entfernt sind.
- Weitestes Bild der hier verglichenen Geräte
- 6 Stunden Laufzeit laut Hersteller, Akku wechselbar
- Ein Reh als Reh nur bis rund 71 m
- Kleineres Display mit 1024 × 768 Pixeln

Mittelklasse · ca. 1.000–1.050 €
HIKMICRO Lynx LH19 3.0
- Sensor
- 384 × 288, 12 µm
- Objektiv
- 19 mm, F1,0
- Sehfeld
- 13,8° (24,2 m auf 100 m)
- Gewicht
- 331 g mit Akku
- Reh erkennen
- ca. 139 m (eigene Rechnung)
Für wen: Für Wald und Waldrand, für Naturbeobachter und für die Kitzsuche zu Fuß.
- Breites Bild bei doppelter Reichweite des LE10
- Großes Display mit 1920 × 1080 Pixeln
- Für weite Felder zu kurz
- Kein Entfernungsmesser

Binokular-Einstieg · ca. 1.500–1.700 €
HIKMICRO Habrok 4K HE25L 2.0
- Sensor Wärmebild
- 256 × 192, 12 µm
- Objektiv
- 25 mm, F1,0
- Sehfeld
- 7,0° (12,2 m auf 100 m)
- Gewicht
- 895 g ohne Akkus
- Entfernungsmesser
- 1.000 m
Für wen: Für alle, die mit beiden Augen beobachten und tagsüber auch ein normales Bild sehen wollen.
- Bei Frankonia das günstigste der hier verglichenen Geräte mit Laser-Entfernungsmesser
- 4K-Tag-Nacht-Kamera mit Infrarotstrahler
- Kleiner Wärmebildsensor, schmales Bild
- 895 g ohne Akkus, ein Lynx wiegt 290–355 g mit Akku

Oberklasse · ca. 1.800–1.900 €
HIKMICRO Lynx LQ35L 3.0
- Sensor
- 640er-Sensor
- Objektiv
- 35 mm
- NETD
- < 15 mK
- Entfernungsmesser
- 1.000 m
- Reh erkennen
- ca. 255 m (eigene Rechnung, 12 µm wie LQ35 angenommen)
Für wen: Für Felder und weite Wiesen, wenn Sie nachts Entfernungen messen wollen und ein leichtes Gerät suchen.
- Entfernungsmesser im kompakten Lynx-Gehäuse
- Rund 380 € günstiger als das Condor CQ35L 2.0
- Kein vollständiges Datenblatt auf der Herstellerseite
- Kleinerer 18650-Akku als Falcon und Condor

Spitzenklasse · ca. 3.450–3.600 €
HIKMICRO Habrok Pro HQ50L
- Sensor Wärmebild
- 640 × 512, 12 µm
- Objektiv
- 50 mm, F1,0
- Sehfeld
- 8,8° (15,4 m auf 100 m)
- Gewicht
- 975 g mit Akkupack
- Akku
- 10,5 h (Hotspot aus)
Für wen: Für weite Distanzen mit beiden Augen, etwa an großen Feldern, Küsten oder Mooren.
- Reh erkennen rechnerisch bis rund 365 m
- Längste Akkulaufzeit der hier verglichenen Geräte (Herstellerangabe)
- Fast 1 kg Gewicht
- Rund 1.150 € teurer als das Falcon FQ50 2.0 mit gleicher Brennweite
Herkunft, App und Gebrauchtkauf
Aus welchem Land kommt HIKMICRO?
HIKMICRO nennt auf seiner Kontaktseite als Hauptsitz eine Adresse im Kreis Tonglu, der zur Stadt Hangzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang gehört. Im Fuß der Website steht als Firma die Hangzhou Microimage Software Co., Ltd. Nach eigenen Angaben fertigt HIKMICRO in einem eigenen Werk mit 12.000 m². Wo ein einzelnes Modell gebaut wird, steht auf den Produktseiten nicht.
Welche App gehört dazu?
Die App heißt HIKMICRO Sight. Laut Hersteller zeigt sie das Live-Bild des Geräts auf dem Smartphone, bis zu drei Handys können gleichzeitig zuschauen. Sie überträgt Fotos und Videos, steuert die wichtigsten Einstellungen fern und spielt Firmware-Updates ein. Die Lynx 3.0 verbinden sich laut HIKMICRO über WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band.
Gebraucht kaufen: worauf achten?
- Generation prüfen. Ein „LH35“ ohne Zusatz kann ein älteres Modell sein. Die neuesten Generationen sind Lynx 3.0, Falcon 2.0 und Condor 2.0.
- App-Verbindung testen. Prüfen Sie vor Ort, ob sich das Gerät in HIKMICRO Sight einbinden lässt und der Akku hält.
- Rechnung zeigen lassen. Sie belegt Kaufdatum und Herkunft.
Unsere Empfehlung nach Einsatzzweck
Lynx LE10 3.0 für Garten und Spaziergang, Lynx LH19 3.0 für den Wald, Lynx LQ35 3.0 fürs Feld, mit Entfernungsmesser das LQ35L. Falcon und Condor nur, wenn Sie den großen Akku oder 50 mm brauchen, und Habrok nur, wenn Sie wirklich mit beiden Augen beobachten wollen und das Gewicht von rund 800 g bis gut 1 kg in Kauf nehmen. Und kaufen Sie nicht nach der Detektionsreichweite: Aus 1.800 m im Datenblatt werden rund 255 m, auf denen Sie ein Reh als Reh erkennen.
Häufige Fragen
Welche HIKMICRO-Wärmebildkamera ist die beste?
Das hängt von der Entfernung ab, auf der Sie beobachten. Für Garten und Waldweg reicht das Lynx LE10 3.0, für den Wald das Lynx LH19 3.0, für Felder ein Gerät mit 35 mm wie Lynx LQ35 3.0 oder Condor CQ35L 2.0. Am weitesten reichen die 50- und 60-mm-Modelle von Falcon, Condor und Habrok Pro.
Welche HIKMICRO-Wärmebildkamera hat einen Entfernungsmesser?
In den neueren Reihen haben das Lynx LQ35L 3.0, das Falcon FQ50L 2.0, beide Condor-Modelle CQ35L 2.0 und CQ50L 2.0 sowie alle Habrok-4K- und Habrok-Pro-Modelle einen Laser-Entfernungsmesser, erkennbar am L im Namen. HIKMICRO nennt jeweils eine Messreichweite von 1.000 m.
Aus welchem Land kommt HIKMICRO?
Aus China. Auf seiner Kontaktseite nennt HIKMICRO als Hauptsitz eine Adresse in Hangzhou in der Provinz Zhejiang, in der Fußzeile der Website steht die Hangzhou Microimage Software Co., Ltd.
Welche App braucht man für HIKMICRO-Wärmebildkameras?
Die App heißt HIKMICRO Sight, HIKMICRO bietet sie für Android und iOS an. Sie zeigt das Live-Bild auf dem Handy, überträgt Fotos und Videos und spielt Firmware-Updates ein.
Was ist der Unterschied zwischen Lynx LH35 3.0 und LQ35 3.0?
Beide haben ein 35-mm-Objektiv und erkennen ein Reh rechnerisch auf rund 255 m. Das LQ35 hat aber einen Sensor mit 640 × 512 statt 384 × 288 Pixeln und zeigt deshalb auf 100 m ein 21,9 m statt 13,1 m breites Bild. Bei Frankonia kostete es im Oktober 2026 rund 340 € mehr.
Lohnt sich eine gebrauchte HIKMICRO-Wärmebildkamera?
Das kann sich lohnen, wenn Sie die Generation kennen. Achten Sie auf den Zusatz 3.0 bzw. 2.0 im Modellnamen, lassen Sie sich die Rechnung zeigen und prüfen Sie vor Ort, ob sich das Gerät mit der App verbindet und der Akku hält.

Peter Mathematiker & Drohnenpilot
Peter hat Mathematik studiert und ist als FPV- und Drohnenpilot viel draußen unterwegs. Er schreibt die Rechner dieser Seite selbst und prüft jede Formel nach. So entstehen unsere Ratgeber.
Quellen
- HIKMICRO: LYNX 3.0 Thermal Monocular, Spezifikationen (LE10, LE15, LH15, LH19, LH25, LH35, LQ35) und Produktbeschreibung LQ35L
- HIKMICRO: FALCON 2.0 Thermal Monocular, Spezifikationen (FQ35, FQ50, FQ50L)
- HIKMICRO: CONDOR 2.0 Thermal LRF Monocular, Spezifikationen (CQ35L, CQ50L)
- HIKMICRO: HABROK 4K 2.0 Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen (HE25L 2.0, HH35L 2.0)
- HIKMICRO: HABROK 4K Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen (HQ35L, HE25L, HE25LN)
- HIKMICRO: HABROK PRO Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen (HQ50L, HQ50LN, HX60L, HX60LN, HX60LS)
- HIKMICRO: Contact Us (Hauptsitz Hangzhou, Zhejiang)
- HIKMICRO: About Us (eigene Fertigung, 12.000 m²)
- HIKMICRO: HIKMICRO Sight App, Funktionen
- Frankonia: Wärmebildkameras, Preise HIKMICRO (Stand 23.10.2026)