Wärmebild · Ratgeber
Wärmebildfernglas: Sechs Binokulare nach Datenblatt verglichen und nachgerechnet
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Ein Wärmebildfernglas lohnt sich, wenn Sie lange am Stück beobachten: Beide Augen schauen auf dasselbe Bild, und das ermüdet weniger als ein Monokular. Mehr Reichweite bringt die zweite Optik nicht, denn die Geräte in unserem Vergleich haben laut Datenblatt nur ein Wärmebildobjektiv. Mit 12 µm Pixelabstand und 35 mm Brennweite erkennen Sie ein Reh rechnerisch auf rund 255 m, mit dem Binokular genauso wie mit dem Monokular; Sie tragen dafür aber 700 bis 900 g statt rund 460 g.
Methodik: Wir werten Herstellerdatenblätter aus und rechnen Reichweite und Sehfeld selbst nach. Die Geräte selbst hatten wir nicht in der Hand. Preise sind gerundete Spannen aus dem deutschen Preisvergleich billiger.de, Stand Oktober 2026.
Was ein Wärmebildfernglas eigentlich ist
Von außen sieht ein Wärmebild-Binokular aus wie ein großes Fernglas mit zwei Okularen. Innen arbeitet es anders. In allen Datenblättern dieses Vergleichs steht genau ein Wärmebildobjektiv mit einem Sensor. Dessen Bild wird auf zwei kleine Displays verteilt, die Sie durch die Okulare betrachten. Ein räumliches Bild entsteht dabei nicht, beide Augen sehen dasselbe.
Auf dem Markt gibt es zwei Bauarten:
- Reine Wärmebild-Binokulare wie Pulsar Merger LRF und Nocpix Quest: ein Wärmebildobjektiv, ein Laser-Entfernungsmesser, sonst nichts. Das hält Gewicht und Preis im Rahmen.
- Multispektrale Geräte wie die HIKMICRO Habrok: neben dem Wärmebildkanal eine zweite Kamera mit 4K-CMOS-Sensor, 60-mm-Objektiv und Infrarotstrahler. Sie zeigt am Tag ein normales Farbbild und nachts ein Nachtsichtbild, auf Wunsch überlagert mit dem Wärmebild („Fusion“).
Die zweite Bauart verbindet also zwei Geräte, die Sie sonst getrennt kaufen würden. Worin sich die beiden Techniken unterscheiden, steht im Vergleich Nachtsicht oder Wärmebild.
Monokular oder Binokular: was wirklich den Unterschied macht
Den fairsten Vergleich erlauben zwei Geräte mit gleichen Eckdaten im Wärmebildkanal. Das HIKMICRO Condor CQ35L 2.0 ist ein Monokular, die Habrok 4K HQ35L ein Binokular. Beide haben laut Hersteller einen Sensor mit 640 × 512 Pixeln, 12 µm Pixelabstand, ein 35-mm-Objektiv mit F1,0, ein Sehfeld von 12,5° und einen Entfernungsmesser bis 1.000 m. Nur die NETD unterscheidet sich laut Datenblatt (Condor < 15 mK, Habrok < 20 mK). Das Nocpix Quest H35R liegt mit denselben Eckwerten und einem F0,9-Objektiv in derselben Klasse.
| Gerät | Bauform | Gewicht laut Hersteller | Akku laut Hersteller | Zusatz | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|---|
| HIKMICRO Condor CQ35L 2.0 | Monokular | 458 g mit Akku | ≥ 6,5 h (WLAN, Zoom und LRF an) | nur Wärmebild | 2.210 € |
| Nocpix Quest H35R | Binokular | 700–750 g (Angabe für die Serie) | eingebauter plus wechselbarer 18650-Akku | nur Wärmebild, 60 Hz | 2.300 € |
| HIKMICRO Habrok 4K HQ35L | Binokular, multispektral | 798 g ohne Akku | ≥ 8 h (Hotspot aus) | 4K-Tag-Nacht-Kanal | 2.850 € |
Zwei Dinge fallen auf. Das Habrok wiegt ohne Akku schon das 1,74-Fache des Condor mit Akku (798 ÷ 458). Und das Binokular von Nocpix kostet im deutschen Handel ungefähr so viel wie das Monokular von HIKMICRO. Der Aufpreis zur Habrok bezahlt den zweiten Bildkanal, nicht die zweite Okularseite.
Spricht für das Binokular
- Beide Augen offen: entspannter bei langem Absuchen vom Ansitz oder Feldrand
- Ruhiger in der Hand, weil Sie es wie ein Fernglas mit zwei Händen halten
- Größere Gehäuse bieten Platz für zwei Akkus oder einen Akkupack
Spricht dagegen
- Etwa das Anderthalb- bis Zweifache an Gewicht
- Passt nicht in die Jackentasche
- Keine größere Reichweite als ein Monokular mit gleichem Sensor und Objektiv
Sechs Binokulare nach Datenblatt
Alle Werte stammen von den Herstellerseiten. Wo ein Hersteller seine Angabe an Bedingungen knüpft, etwa „ohne Akku“ oder „Hotspot aus“, steht das dabei. Die Breite des Bildes auf 100 m ist ebenfalls Herstellerangabe.
| Modell | Wärmebildsensor | Objektiv | Sehfeld / Breite auf 100 m | NETD laut Hersteller | LRF | Gewicht | Akku |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HIKMICRO Habrok 4K HE25L 2.0 | 256 × 192, 12 µm | 25 mm, F1,0 | 7,0° / 12,2 m | < 18 mK | 1.000 m | 895 g ohne Akkus | ≥ 6,5 h (Hotspot und LRF an) |
| Pulsar Merger LRF XP35 | 640 × 480, 17 µm | 35 mm, F1,0 | 17,8° / 31,3 m | Sensor < 25 mK, System < 18 mK | 1.000 m | 0,83 kg mit Akkus | 9 h bei 22 °C |
| Nocpix Quest H35R | 640 × 512, 12 µm | 35 mm, F0,9 | 12,5° / 22 m | ≤ 15 mK | 1.000 m (Serie) | 700–750 g (Serie) | 2 Akkus, keine Laufzeit genannt |
| HIKMICRO Habrok 4K HQ35L | 640 × 512, 12 µm | 35 mm, F1,0 | 12,5° / 22,0 m | < 20 mK | 1.000 m | 798 g ohne Akku | ≥ 8 h (Hotspot aus) |
| HIKMICRO Habrok Pro HQ50L | 640 × 512, 12 µm | 50 mm, F1,0 | 8,8° / 15,4 m | < 15 mK | 1.000 m | 975 g mit Akkupack | 10,5 h (Hotspot aus, LRF und Zoom Pro an) |
| Pulsar Merger LRF XT50 | 1280 × 1024, 12 µm | 50 mm, F1,0 | 17,5° / 30,7 m | Sensor < 40 mK, System < 20 mK | 1.500 m | 0,95 kg mit Akkus | 6 h bei 22 °C |
Die Akkuangaben lassen sich kaum vergleichen. HIKMICRO misst mal mit eingeschaltetem Hotspot und Entfernungsmesser, mal ohne, Pulsar bei 22 °C, HIKMICRO bei 25 °C. Ähnlich bei der NETD: Pulsar unterscheidet zwischen der Empfindlichkeit des Sensors und der des ganzen Systems, die anderen Hersteller nennen einen einzigen Wert. Was NETD bedeutet und warum die Zahlen zwischen Herstellern nur grob vergleichbar sind, erklärt der Artikel über Sensorauflösung, Pixelabstand und NETD.
Reichweite und Bildbreite nachgerechnet
Die Reichweite eines Wärmebildgeräts folgt aus dem Strahlensatz. Wie viele Pixel auf ein Tier fallen, hängt nur von Pixelabstand und Brennweite ab. Nach den Johnson-Kriterien (John Johnson, 1958: 4 Linienpaare, auf einem Pixelsensor also 8 Pixel) brauchen Sie etwa 8 Pixel über der Schulterhöhe, um ein Tier mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit als Reh, Fuchs oder Wildschwein zu erkennen.
R = H · f ÷ (n · p)
R = Reichweite in m, H = Zielgröße in m, f = Brennweite in mm, n = benötigte Pixel, p = Pixelabstand in mm
Reh erkennen mit dem Merger XP35: 0,7 × 35 ÷ (8 × 0,017) = 180 m
Reh erkennen mit dem Merger XT50: 0,7 × 50 ÷ (8 × 0,012) = 365 m
| Modell | Reh erkennen | Fuchs erkennen | Reh identifizieren (12,8 px) | Breite auf 100 m | Entdecken laut Hersteller |
|---|---|---|---|---|---|
| Habrok 4K HE25L 2.0 | 182 m | 91 m | 114 m | 12,2 m | 1.200 m |
| Merger LRF XP35 | 180 m | 90 m | 113 m | 31,3 m | 1.350 m |
| Quest H35R | 255 m | 128 m | 160 m | 22 m | keine Einzelangabe |
| Habrok 4K HQ35L | 255 m | 128 m | 160 m | 22,0 m | 1.800 m |
| Habrok Pro HQ50L | 365 m | 182 m | 228 m | 15,4 m | 2.600 m |
| Merger LRF XT50 | 365 m | 182 m | 228 m | 30,7 m | 2.300 m |
Aus der Tabelle lassen sich drei Paare ablesen, die beim Kauf leicht verwechselt werden:
- HE25L 2.0 und XP35 erkennen ein Reh auf praktisch dieselbe Entfernung. Das Pulsar zeigt dabei aber ein zweieinhalbmal so breites Bild, weil es mehr und größere Pixel hat. Mit dem Habrok-Wärmebildkanal suchen Sie auf 100 m einen Streifen von 12 m ab.
- Quest H35R und Habrok HQ35L sind im Wärmebild rechnerisch gleichwertig. Der Preisunterschied von rund 550 € steckt im 4K-Tagkanal der Habrok.
- Habrok Pro HQ50L und Merger XT50 reichen gleich weit. Das Pulsar verdoppelt dank 1280 × 1024 Pixeln die Bildbreite, kostet aber auch deutlich mehr.
Eigene Werte für andere Wildarten liefert der Wärmebild-Reichweitenrechner. Warum die Herstellerreichweite bei diesen Geräten etwa sechs- bis achtmal so hoch ist wie die Erkennungsreichweite, steht im Artikel zur Wärmebild-Reichweite nach Johnson.
Der zweite Kanal: 4K-Tagkamera und Fusion
Die Habrok-Modelle haben neben dem Wärmebild eine Kamera mit 4K-CMOS-Sensor (3840 × 2160 Pixel) hinter einem 60-mm-Objektiv mit F2,2 und 5,5- bis 22-facher Vergrößerung. Nachts hilft ein Infrarotstrahler. HIKMICRO nennt als Sichtweite bei Nacht 400 m für HQ35L und HE25L 2.0, die einen 940-nm-Strahler eingebaut haben und einen 850-nm-Strahler zum Tauschen mitbringen. Bei den Varianten mit fest eingebautem 940-nm-Strahler (Kürzel „N“, etwa HE25LN oder HQ50LN) sind es 350 m, beim 850-nm-Modell HQ50L 400 m.
Der Nutzen ist klar umrissen: Das Wärmebild findet das Tier, der Tagkanal zeigt in der Dämmerung oder unter dem Infrarotstrahler Details wie Fellzeichnung oder ein Gehörn, die das Wärmebild nicht hergibt. Wer ohnehin ein gutes Fernglas trägt, braucht den zweiten Kanal am Tag kaum. Nachts ersetzt er ein separates Nachtsichtgerät.
Entfernungsmesser: wofür er beim Beobachten taugt
Alle sechs Binokulare haben einen eingebauten Laser-Entfernungsmesser. HIKMICRO und Pulsar nennen eine Wellenlänge von 905 nm und Laserklasse 1, Pulsar ausdrücklich nach IEC 60825-1:2014, dazu eine Genauigkeit von ±1 m. Die Reichweite liegt bei 1.000 m, beim Merger XT50 bei 1.500 m; Nocpix nennt für die Quest-Serie ebenfalls 1.000 m.
Für Beobachter ist der Entfernungsmesser mehr als Spielerei. Kennen Sie die Entfernung, können Sie die Johnson-Formel umdrehen und aus den Pixeln auf dem Bild die Größe des Tieres schätzen:
H = n · p · R ÷ f
Beispiel: Ein Tier ist im 35-mm-Gerät 8 Pixel hoch, der Laser misst 250 m. 8 × 0,012 × 250 ÷ 35 = 0,69 m Schulterhöhe, also eher Reh als Fuchs.
In der Praxis zählt niemand Pixel. Aber das Prinzip erklärt, warum ein Tier ohne Entfernungsangabe auf dem Wärmebild so schwer einzuschätzen ist: Ein Fuchs auf 120 m und ein Reh auf 240 m sehen gleich groß aus.
Rechtliches in Kürze
Ein Wärmebild-Binokular ist ein Handgerät zur Beobachtung und darf in Deutschland ohne Jagdschein gekauft und benutzt werden, solange es keine Montagevorrichtung für Schusswaffen hat. Verboten sind nach Anlage 2 Nr. 1.2.4.2 WaffG Nachtzielgeräte sowie Vorsatz- und Aufsatzgeräte für Zielfernrohre; für Letztere gibt es nach § 40 Abs. 3 WaffG eine Ausnahme für Jagdscheininhaber. Die Einzelheiten stehen im Artikel Was ist bei Nachtsicht und Wärmebild erlaubt.
Die sechs Geräte im Überblick
Technische Daten laut Hersteller, Reichweite nach Johnson selbst gerechnet. Die Preisspannen stammen aus dem deutschen Preisvergleich billiger.de, Stand Oktober 2026.

Einstieg multispektral · ca. 1.630 €
HIKMICRO Habrok 4K HE25L 2.0
- Wärmebild
- 256 × 192 px, 12 µm, 25 mm
- Tagkanal
- 4K-CMOS, 60 mm, 5,5–22x
- Sehfeld Wärmebild
- 7,0° (12,2 m auf 100 m)
- Reh erkennen (Johnson)
- ca. 182 m
Für wen: Wer ein Tag-Nacht-Fernglas mit Wärmebild-Suchhilfe sucht und das Wärmebild eher ergänzend nutzt.
- Zwei IR-Strahler (940 nm eingebaut, 850 nm zum Tauschen)
- Laser-Entfernungsmesser bis 1.000 m
- Kleiner Wärmebildsensor, sehr enges Wärmebild
- 895 g ohne Akkus

Mittelklasse · ca. 2.300 €
Nocpix Quest H35R
- Sensor
- 640 × 512 px, 12 µm, 60 Hz
- Objektiv
- 35 mm, F0,9
- Sehfeld
- 12,5° × 10° (22 m auf 100 m)
- NETD laut Hersteller
- ≤ 15 mK
Für wen: Wer ein reines Wärmebild-Binokular für Wiesen und Feldränder sucht und keinen Tagkanal braucht.
- Reh erkennen rechnerisch auf rund 255 m
- Laut Nocpix 25 mm Augenabstand (Eye Relief), günstig für Brillenträger
- Akkulaufzeit im Datenblatt nicht genannt

Mittelklasse
Pulsar Merger LRF XP35
- Sensor
- 640 × 480 px, 17 µm
- Objektiv
- 35 mm, F1,0
- Sehfeld
- 17,8° (31,3 m auf 100 m)
- Gewicht / Akku
- 0,83 kg / 9 h
Für wen: Wer im Wald und am Waldrand bis etwa 180 m beobachtet und ein breites Suchbild schätzt.
- Weitestes Sehfeld unter den 35-mm-Geräten
- Akku laut Pulsar 9 h bei 22 °C
- 17-µm-Sensor: rund 30 Prozent weniger Reichweite als 12 µm bei gleicher Brennweite
- Nur ein deutsches Angebot im Preisvergleich

Obere Mittelklasse · ca. 2.850 €
HIKMICRO Habrok 4K HQ35L
- Wärmebild
- 640 × 512 px, 12 µm, 35 mm
- Tagkanal
- 4K-CMOS, 60 mm, 5,5–22x
- Sehfeld Wärmebild
- 12,5° (22,0 m auf 100 m)
- Akku
- ≥ 8 h, wechselbar
Für wen: Wer Wärmebild und Tag-Nacht-Kamera in einem Gerät will und dafür das Gewicht in Kauf nimmt.
- Vollwertiger 640er-Wärmebildkanal, Reh erkennen auf rund 255 m
- Fusion von Wärme- und Tagbild
- 798 g ohne Akku
- Rund 550 € teurer als ein reines Wärmebild-Binokular gleicher Klasse

Oberklasse · ca. 3.460 €
HIKMICRO Habrok Pro HQ50L
- Wärmebild
- 640 × 512 px, 12 µm, 50 mm
- Sehfeld Wärmebild
- 8,8° (15,4 m auf 100 m)
- NETD laut Hersteller
- < 15 mK
- Gewicht / Akku
- 975 g mit Akkupack / 10,5 h
Für wen: Beobachter in weiter Feldflur, die Rehe auf 300 m und mehr ansprechen und nachts den Tagkanal nutzen wollen.
- Reh erkennen rechnerisch auf rund 365 m
- Längste Akkuangabe im Vergleich
- Enges Wärmebild, im Wald unhandlich
- Fast 1 kg

Oberklasse · ab ca. 5.600 €
Pulsar Merger LRF XT50
- Sensor
- 1280 × 1024 px, 12 µm
- Objektiv
- 50 mm, F1,0
- Sehfeld
- 17,5° × 14° (30,7 m auf 100 m)
- LRF
- bis 1.500 m
Für wen: Wer große offene Flächen absucht und Reichweite und breites Bild zugleich will.
- Reichweite eines 50-mm-Geräts mit dem Sehfeld eines 35-mm-Geräts
- AMOLED-Display mit 1280 × 960 Pixeln
- Preis
- Akkuangabe nur 6 h bei 22 °C
Unsere Empfehlung nach Einsatz
- Kurze Pirsch, Spaziergang, Garten: kein Binokular. Ein Monokular ist leichter und günstiger, Modelle für Garten und Waldrand stehen in der Kaufberatung Wärmebildkamera zur Tierbeobachtung.
- Langes Beobachten an Wiesen und Feldrändern: ein reines Wärmebild-Binokular mit 640er-Sensor und 35 mm wie das Quest H35R. Es kostet ungefähr so viel wie ein Monokular mit gleichem Sensor.
- Wald und Waldrand: das Merger XP35, weil sein breites Bild Tiere schnell findet. Die Erkennungsreichweite von rund 180 m reicht dort meist aus.
- Nachtbeobachtung mit Ansprechen von Details: eine Habrok mit 640er-Kanal. Der Tagkanal ersetzt das Nachtsichtgerät, das Gewicht steigt dafür auf rund 1 kg.
- Weite Feldflur mit hohem Anspruch: Merger XT50, wenn das Budget reicht, sonst Habrok Pro HQ50L mit gleicher Reichweite und halber Bildbreite.
Für das Ansprechen bei Tageslicht und in der frühen Dämmerung bleibt ein lichtstarkes Fernglas der leichtere Begleiter; welche Optik dafür passt, steht im Artikel Fernglas für die Jagd.
Häufige Fragen
Was ist besser, Wärmebild-Monokular oder Wärmebildfernglas?
Für kurze Pirschgänge und die Jackentasche ist ein Monokular besser, weil es etwa halb so viel wiegt. Wer lange am Stück beobachtet, etwa vom Ansitz oder am Feldrand, ermüdet mit einem Binokular weniger, weil beide Augen offen bleiben.
Hat ein Wärmebildfernglas zwei Sensoren?
Die Geräte in unserem Vergleich nennen im Datenblatt jeweils ein Wärmebildobjektiv mit einem Sensor. Das Bild wird auf zwei Okulare verteilt. Die HIKMICRO Habrok hat zusätzlich eine zweite, normale Kamera für Tag und Nacht.
Wie weit kann man mit einem Wärmebildfernglas sehen?
Einen warmen Fleck sehen die Geräte laut Hersteller auf 1.200 bis 2.600 m. Ein Reh erkennen Sie nach den Johnson-Kriterien je nach Objektiv auf etwa 180 bis 365 m.
Brauche ich für ein Wärmebildfernglas einen Jagdschein?
Nein. Ein Wärmebild-Binokular ist ein Handgerät zur Beobachtung ohne Montagevorrichtung für Schusswaffen. Verboten sind nach Anlage 2 Nr. 1.2.4.2 WaffG Nachtzielgeräte sowie Vorsatz- und Aufsatzgeräte für Zielfernrohre; nur für Vorsatz- und Aufsatzgeräte gibt es nach § 40 Abs. 3 WaffG eine Ausnahme für Jagdscheininhaber.
Was bringt der Entfernungsmesser im Wärmebildfernglas?
Er misst die Distanz zum Tier, laut Datenblatt meist bis 1.000 m auf ±1 m. Mit der bekannten Entfernung lässt sich aus der Pixelzahl auf dem Display die Größe des Tieres abschätzen, was beim Ansprechen hilft.

Peter Mathematiker & Drohnenpilot
Peter hat Mathematik studiert und ist als FPV- und Drohnenpilot viel draußen unterwegs. Er schreibt die Rechner dieser Seite selbst und prüft jede Formel nach. So entstehen unsere Ratgeber.
Quellen
- HIKMICRO: HABROK 4K 2.0 Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen
- HIKMICRO: HABROK 4K Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen
- HIKMICRO: HABROK PRO Multi-Spectrum Binocular, Spezifikationen
- HIKMICRO: CONDOR 2.0 Thermal LRF Monocular, Spezifikationen
- Pulsar: Merger LRF, technische Daten XT50, XL50, XP35
- Nocpix: QUEST S50R, H50R, H35R, L35R Thermal Imaging Binoculars
- Sjaardema, Smith, Birch: History and Evolution of the Johnson Criteria, Sandia-Bericht SAND2015-6368 (Johnson-Tabelle nach Johnson 1958)
- billiger.de: Preisvergleich HIKMICRO Binokular 4K 2.0 (Stand Oktober 2026)
- billiger.de: Preisvergleich Nocpix Quest H35R (Stand Oktober 2026)
- billiger.de: Preisvergleich HIKMICRO Condor CQ35L 2.0 (Stand Oktober 2026)