Feldoptik

Wärmebild · Kaufberatung

Wärmebildkamera fürs Handy: Was Smartphone-Module bei Tieren und im Garten leisten

Von Peter · Aktualisiert · 12 Min. Lesezeit

Dieser Artikel enthält Partnerlinks. Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision, ohne dass sich der Preis ändert. Wie wir uns finanzieren

Eine Wärmebildkamera fürs Handy lohnt sich, wenn Sie im Garten, auf dem Hof oder am Haus gelegentlich nachsehen wollen, was dort warm ist: Igel, Katze, Marder oder eine undichte Stelle an der Haustür. Für Rehe am Waldrand reichen nur die Module mit langer Brennweite, und auch die erkennen ein Reh rechnerisch auf höchstens rund 70 m. Wer regelmäßig draußen beobachtet, kauft besser ein Monokular mit Okular und Wetterschutz.

Methodik: Technische Daten stammen von den Herstellerseiten und Datenblättern, die Reichweiten haben wir nach den Johnson-Kriterien selbst gerechnet. Die Module hatten wir nicht in der Hand. Preise sind gerundete Spannen aus dem deutschen Preisvergleich billiger.de, Stand Oktober 2026.

Zwei Bauarten: Weitwinkel fürs Haus, Teleobjektiv für draußen

Unter „Wärmebildkamera Smartphone“ werden zwei sehr verschiedene Gerätetypen verkauft, die von außen fast gleich aussehen. Die meisten haben denselben Sensor mit 256 × 192 Pixeln und 12 µm Pixelabstand. Der Unterschied steckt im Objektiv.

  • Weitwinkelmodule mit rund 2 bis 3 mm Brennweite und 54 bis 56° Bildwinkel sind für die Haustechnik gebaut: Heizkörper, Fußbodenheizung, Sicherungskasten, Fensteranschlüsse. Typische Vertreter sind das Thermal Master P2 Pro und die Topdon TC001 Plus.
  • Telemodule mit 9 bis 10 mm Brennweite und 18 bis 26° Bildwinkel sind für draußen gedacht. HIKMICRO führt den Explorer E20Plus nicht bei den Messgeräten, sondern bei den Outdoor-Produkten, und Topdon beschreibt das TS001 ausdrücklich als Gerät mit größerer Reichweite als die TC001 mit 3,2 mm.

Die Mini2Plus V2 von HIKMICRO liegt mit 6,9 mm dazwischen. Für Tiere zählt fast nur die Brennweite: Bei gleichem Pixelabstand fallen mit 9,7 mm rund dreimal so viele Pixel auf ein Tier wie mit 3,2 mm. Wie Brennweite, Pixelabstand und Auflösung zusammenspielen, erklärt der Beitrag zum Wärmebild-Sensor.

Sechs Smartphone-Module im Datenblatt-Vergleich

Alle Werte stammen von den Herstellerseiten und Datenblättern, die in den Quellen verlinkt sind. Wo ein Hersteller einen Wert nicht nennt, steht „k. A.“. Wo wir die Brennweite aus dem angegebenen Bildwinkel zurückgerechnet haben, ist das vermerkt.

Wärmebildmodule fürs Smartphone nach Herstellerangaben (Stand Oktober 2026)
ModellSensorPixelabstandBrennweiteBildwinkel horizontalNETDBildrateAnschlussGewichtSchutzart
HIKMICRO Explorer E20Plus256 × 19212 µm9,7 mm, F1,018,1°< 50 mK50 HzUSB-C, nur Android26 gIP40
HIKMICRO Mini3384 × 28812 µm10 mm, F1,026°≤ 35 mK25 Hz, 50 Hz ab 8 GB Arbeitsspeicher im HandyUSB-C, nur Android45 gIP40
Topdon TS001256 × 19212 µm (Handbuch)9 mm13° laut Topdon (gerechnet 19,4°)< 40 mK25 HzUSB-C, Android (OTG)k. A.k. A.
HIKMICRO Mini2Plus V2256 × 19212 µm6,9 mm, F1,0, manueller Fokus25°< 40 mK25 HzUSB-C (Android und iOS), Lightning per Adapter24 gIP40
Thermal Master P2 Pro256 × 19212 µmk. A. (aus Bildwinkel gerechnet 2,9 mm)56,0°≤ 40 mK25 Hzgetrennte Ausführungen für Android und iOS (Lightning)9 gk. A.
FLIR ONE Edge Pro160 × 12012 µmk. A. (aus Bildwinkel gerechnet 1,9 mm)54°70 mK8,7 HzWLAN, iOS ab 17, Android ab 13153 gIP54

Zum Lesen der Tabelle: Beim Topdon TS001 passen die Angaben nicht zusammen. Aus 256 Pixeln, 12 µm und 9 mm ergeben sich 19,4° Bildwinkel, Topdon nennt im Datenblatt 13° × 10°. Für 13° müsste die Brennweite bei gut 13 mm liegen. Wir rechnen mit den 9 mm, die Topdon im Datenblatt und im Handbuch angibt. Die Werte zum P2 Pro stammen von der Seite des Anbieters Thermal Master, der das Gerät in seinem Shop im Oktober 2026 mit dem Zusatz „Canada Only“ führte; einen deutschen Euro-Preis haben wir nicht gefunden. Im Handel tauchen unter der Bezeichnung P2 Pro auch Angebote mit den Markennamen InfiRay oder Xinfrared auf. Ob Datenblatt und App dort identisch sind, prüfen Sie am besten direkt im jeweiligen Angebot.

Die Topdon TC001 Plus hat laut Topdon sehr ähnliche Eckdaten wie das P2 Pro: 256 × 192 Pixel, 3,2 mm, 56° × 42°, unter 40 mK und 25 Hz, für Android und Windows. In der Reichweite liegt sie damit gleichauf mit dem P2 Pro.

Zwei Werte aus der Tabelle fallen für die Tierbeobachtung ins Gewicht. Die Bildrate: Mit 8,7 Bildern pro Sekunde ruckelt bei der FLIR ONE Edge Pro jedes laufende Tier, 25 Hz wirken flüssiger, 50 Hz wie bei einem Monokular. Und die Schutzart: IP40 bedeutet Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm, gegen Wasser bietet sie keinen Schutz. Ein Nieselregen ist für die meisten Module also schon ein Risiko. Einzig die FLIR ONE Edge Pro ist mit IP54 gegen Spritzwasser geschützt und laut FLIR aus 2 m Höhe fallgeprüft.

Wie weit die Module ein Tier erkennen: eigene Rechnung

Herstellerangaben zur Reichweite meinen fast immer das bloße Entdecken eines großen, warmen Ziels, beim Explorer E20Plus nennt HIKMICRO 970 m. Wir rechnen deshalb mit den Johnson-Kriterien, genauso wie im Beitrag zur Wärmebild-Reichweite und im Rechner: 2 Pixel über der Zielhöhe zum Entdecken, 8 zum Erkennen und 12,8 zum Identifizieren, jeweils mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit. Als Zielgröße setzen wir 0,7 m Schulterhöhe für ein Reh und 0,35 m für einen Rotfuchs an.

Reichweite R = H · f ÷ (n · p)

H = Zielhöhe in m, f = Brennweite in mm, n = benötigte Pixel nach Johnson, p = Pixelabstand in mm (12 µm = 0,012 mm)

Explorer E20Plus, Reh erkennen: 0,7 × 9,7 ÷ (8 × 0,012) = 71 m

Thermal Master P2 Pro, Reh erkennen: 0,7 × 2,89 ÷ (8 × 0,012) = 21 m

Fehlt die Brennweite im Datenblatt, folgt sie aus dem Bildwinkel: f = Pixelzahl × p ÷ (2 × tan(Bildwinkel ÷ 2)). Beim P2 Pro: 256 × 0,012 ÷ (2 × tan 28°) = 2,89 mm.

Johnson-Reichweiten der Smartphone-Module (eigene Rechnung, gerundet, klare Sicht)
ModellBrennweiteReh entdeckenReh erkennenReh identifizierenFuchs erkennenPixel auf einem Reh in 30 mBildbreite auf 100 m
HIKMICRO Mini310 mm292 m73 m46 m36 m19,446 m
HIKMICRO Explorer E20Plus9,7 mm283 m71 m44 m35 m18,932 m
Topdon TS0019 mm263 m66 m41 m33 m17,534 m
HIKMICRO Mini2Plus V26,9 mm201 m50 m31 m25 m13,445 m
Thermal Master P2 Pro2,9 mm (gerechnet)84 m21 m13 m11 m5,6106 m
FLIR ONE Edge Pro1,9 mm (gerechnet)55 m14 m9 m7 m3,7102 m

Mit dem E20Plus liegen auf einem Reh in 30 m Entfernung knapp 19 Pixel, das Tier ist klar anzusprechen. Mit dem P2 Pro sind es keine sechs, also weniger als die acht Pixel, die zum Erkennen nötig sind. Ob Reh oder großer Hund, bleibt offen. Mit der FLIR ONE Edge Pro reicht es auf 30 m nur zum Entdecken, knapp vier Pixel liegen auf dem Reh.

Die Mini3 erkennt ein Reh rechnerisch nicht weiter als der Explorer E20Plus, zeigt dabei aber ein um rund die Hälfte breiteres Bild, weil sie 384 statt 256 Pixel Breite hat. Mehr Pixel bringen Bildbreite, die Brennweite bringt Reichweite.

Gleicher Sensor, andere Brennweite: Reh in 30 m Handy Weitwinkel 56°: 5,6 Pixel Tele 18°: 18,9 Pixel 30 m Weitwinkel Tele
Schematisch, nicht maßstäblich. Ein Weitwinkelmodul (wie P2 Pro oder TC001 Plus) verteilt seine 256 Pixel auf einen großen Bildwinkel, auf das Reh fallen dadurch nur rund 6 Pixel. Ein Telemodul (wie Explorer E20Plus) bündelt dieselben Pixel auf einen engen Ausschnitt; das Reh ist rund 19 Pixel hoch und damit erkennbar.

iPhone oder Android: die häufigste Fehlkauf-Falle

Seit dem iPhone 15 haben iPhones einen USB-C-Anschluss, das bestätigt Apple auf seiner Support-Seite. Der Stecker eines Android-Moduls passt also. Funktionieren muss es deshalb noch lange nicht: Ohne passende App für iOS bleibt das Bild schwarz. HIKMICRO schreibt beim Explorer E20Plus ausdrücklich, dass nur Android-Handys unterstützt werden, bei der Mini3 ebenso. Topdon nennt für die TS001 und die TC001 Plus nur Android und Windows.

  • iPhone 15 und neuer: Modul mit ausdrücklicher iOS-Freigabe über USB-C, etwa die HIKMICRO Mini2Plus V2 (laut Hersteller ab iOS 14), oder ein kabelloses Modul wie die FLIR ONE Edge Pro (ab iOS 17).
  • Ältere iPhones mit Lightning: Mini2Plus V2 (Lightning-Adapter liegt laut HIKMICRO bei), P2 Pro in der iOS-Ausführung, sofern Sie ein Angebot finden, oder FLIR ONE Edge Pro.
  • Android: Freie Wahl. Prüfen Sie, ob Ihr Handy USB-OTG unterstützt; Topdon nennt das im TS001-Handbuch als Voraussetzung. Ein Blick in die Kompatibilitätshinweise des Herstellers lohnt vor dem Kauf.
  • Mehrere Handys oder Handywechsel absehbar: Ein WLAN-Modul wie die FLIR ONE Edge Pro hängt nicht am Anschluss, braucht dafür aber einen eigenen Akku, laut FLIR für rund 2,5 Stunden.

Was draußen gegen das Handymodul spricht

Am Datenblatt gemessen kann ein gutes Telemodul mit einem Einsteiger-Monokular mithalten. Das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 hat dieselben 9,7 mm und 12 µm wie der Explorer E20Plus und erkennt ein Reh rechnerisch auf dieselben 71 m. In der Praxis zählen aber Dinge, die in keiner Reichweitenrechnung stehen:

Spricht für das Handymodul

  • Steckbare Module passen in jede Jackentasche, 9 bis 45 g
  • Großes Bild auf dem Handydisplay, Aufnahmen direkt teilen
  • Kein eigener Akku zu laden (außer FLIR ONE Edge Pro)
  • Für Haus und Heizung oft gleich mit Temperaturmessung

Spricht dagegen

  • Meist nur IP40, kein Schutz gegen Regen
  • Helles Display statt Okular, Ihre Dunkeladaption leidet
  • Handy und Modul zusammen sind schlechter mit einer Hand zu halten
  • Unter 0 °C schwächelt der Handyakku; HIKMICRO gibt für die Mini-Modelle −10 °C als untere Betriebstemperatur an

Hinzu kommt die Empfindlichkeit. Der Explorer E20Plus hat laut HIKMICRO eine NETD unter 50 mK, das Lynx LE10 3.0 unter 20 mK. Bei Nebel, Nieselregen oder an warmen Sommerabenden, wenn Wiese und Fell fast gleich warm sind, trennt das empfindlichere Gerät ein Tier besser vom Hintergrund. Was Regen und Nebel mit dem Wärmebild machen und warum der Blick durchs geschlossene Fenster nicht funktioniert, steht im Beitrag Wärmebild durch Glas, Nebel und Regen.

Igel, Marder und Katzen im Garten

Für den eigenen Garten sind die Entfernungen klein. Auch das P2 Pro erkennt einen Fuchs rechnerisch auf rund 11 m, ein Igel ist kleiner als ein Fuchs und wird entsprechend später erkennbar. Sie sehen aber auf jeden Fall, dass sich unter der Hecke etwas Warmes bewegt. Das Weitwinkelmodul hat im Garten sogar einen Vorteil: Mit rund 1 m Bildbreite auf 1 m Abstand und 106 m auf 100 m überblicken Sie den ganzen Rasen auf einmal und schwenken weniger.

Ein Telemodul wie der E20Plus zeigt auf 100 m nur 32 m Breite: im kleinen Garten ein enger Ausschnitt, für die Wiese hinter dem Zaun genau richtig.

Wenn Sie nicht selbst nachts im Garten stehen wollen, sondern wissen möchten, wer überhaupt kommt, ist eine Wildkamera die bessere Wahl. Sie läuft wochenlang ohne Sie und liefert Bilder mit Uhrzeit. Wie Sie Igel, Fuchs und Marder damit beobachten, steht im Beitrag Wildkamera im Garten.

Zwei Module nach Einsatz

Keines der Module führen unsere bevorzugten Fachhändler Astroshop und Bresser, deshalb verlinken wir hier zu Amazon. Technische Daten laut Hersteller, Preise als grobe Spanne aus dem deutschen Preisvergleich billiger.de, Stand Oktober 2026. Den Explorer E20Plus hätten wir gern dazugestellt: Er war im Oktober 2026 bei Amazon als derzeit nicht verfügbar gekennzeichnet und bei billiger.de nicht gelistet. Für Android ist die Topdon TS001 mit 9 mm die naheliegende Alternative.

Einsteiger · ca. 260–280 €

HIKMICRO Mini2Plus V2

Sensor
256 × 192 px, 12 µm, 25 Hz
Objektiv
6,9 mm, F1,0, manueller Fokus ab 0,1 m
Anschluss
USB-C (Android, iOS), Lightning per Adapter
Gewicht / Schutz
24 g / IP40

Für wen: iPhone-Besitzer, die Garten und Haus abdecken wollen und ein Reh auf rund 50 m noch erkennen möchten.

  • Läuft an iPhone mit USB-C oder Lightning und an Android
  • Mittlere Brennweite: Bildbreite für den Garten, Reichweite für die Wiese dahinter
  • 25 Hz und IP40, kein Regenschutz
  • Fokus muss von Hand nachgestellt werden
Bei Amazon ansehen

Mittelklasse · ca. 430–440 €

FLIR ONE Edge Pro

Sensor
160 × 120 px, 12 µm, 8,7 Hz
Bildwinkel
54° × 42°
Verbindung
WLAN bis 5 m, iOS ab 17, Android ab 13
Gewicht / Schutz
153 g / IP54, Akku rund 2,5 h

Für wen: Wer vor allem Haus, Heizung und Elektrik prüft, das Modul mit mehreren Handys nutzen will und Spritzwasserschutz braucht.

  • Kabellos, funktioniert unabhängig vom Anschluss des Handys
  • Einziges Modul im Vergleich mit IP54 und Falltest aus 2 m
  • Für Tiere schwach: 160 Pixel, 8,7 Hz, Reh erkennen nur auf rund 14 m
  • Eigener Akku muss geladen werden
Bei Amazon ansehen

Die HIKMICRO Mini3 bietet mit 384 × 288 Pixeln und 10 mm das beste Datenblatt der Tabelle, kostete im Oktober 2026 im Preisvergleich aber rund 940 bis 1.070 €. Für ungefähr dasselbe Geld bekommen Sie ein Monokular wie das Nocpix Lumi L19, das ein Reh rechnerisch auf rund 139 m erkennt, fast doppelt so weit, mit Okular und Akku. Für die Tierbeobachtung ist die Mini3 deshalb schwer zu empfehlen.

Wann ein Monokular die bessere Wahl ist

Ein Telemodul wie der Explorer E20Plus und ein Einsteiger-Monokular wie das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 sind in der Reichweite gleichauf. Das Monokular hat laut HIKMICRO aber ein Okular mit AMOLED-Display, IP67, eine NETD unter 20 mK und einen wechselbaren Akku, der laut Hersteller rund sechs Stunden bei 25 °C hält, bei −20 °C rund fünfeinhalb. Welche Monokulare es unter 1.000 € gibt und was sie rechnerisch leisten, steht im Beitrag Wärmebildkamera unter 1.000 Euro, die Übersicht über alle Preisklassen in der Kaufberatung Wärmebildkamera zur Tierbeobachtung.

HIKMICRO Lynx LE10 3.0

Alternative: Monokular · ca. 440–510 €

HIKMICRO Lynx LE10 3.0

Sensor
256 × 192 px, 12 µm, 50 Hz
Objektiv
9,7 mm, F1,0
NETD laut Hersteller
< 20 mK
Schutz / Akku
IP67 / 6 h bei 25 °C, 5,5 h bei −20 °C

Für wen: Wer regelmäßig abends im Garten, auf dem Hof oder am Waldrand beobachtet und das Handy dafür nicht aus der Tasche holen will.

  • Dieselbe Reichweite wie der Explorer E20Plus, aber mit Okular und Wetterschutz
  • Unabhängig vom Handy und dessen Betriebssystem
  • Fast doppelt so teuer wie ein Einsteigermodul
Bei Astroshop ansehen

Ein Wärmebildmodul am Handy ist ein reines Beobachtungsgerät. Was bei Nachtsicht- und Wärmebildtechnik erlaubt ist und wo die Grenze zu Vorsatzgeräten für Waffen verläuft, erklärt der Beitrag Nachtsichtgerät und Wärmebild: Was ist erlaubt?

Unsere Empfehlung nach Einsatz

  • Haus, Heizung, Elektrik, ab und zu der Igel: ein Weitwinkelmodul wie TC001 Plus oder P2 Pro an Android, mit iPhone die Mini2Plus V2.
  • Garten und Wiese dahinter, Android: Topdon TS001 oder, wenn wieder lieferbar, Explorer E20Plus. Beide erkennen ein Reh rechnerisch auf 65 bis 70 m.
  • Garten und Wiese, iPhone: Mini2Plus V2 mit rund 50 m Erkennungsreichweite für ein Reh. Die beiden Telemodule unserer Auswahl sind laut Hersteller nur für Android.
  • Regelmäßige Beobachtung, Spaziergang am Waldrand: kein Modul, sondern ein Monokular ab rund 450 €.
  • Wer kommt nachts in den Garten: eine Wildkamera, das Modul nur zum gezielten Nachsehen.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmebildkamera fürs Handy?

Für gelegentliche Blicke in den Garten oder auf den Hof ja. Ein Modul mit 9 bis 10 mm Brennweite zeigt einen Fuchs auf rund 35 m deutlich, ein Reh auf rund 70 m. Für regelmäßige Beobachtung bei Wind und Regen ist ein Monokular besser.

Welche Wärmebildkamera funktioniert mit dem iPhone?

Aus unserer Tabelle die HIKMICRO Mini2Plus V2 (USB-C und Lightning), das Thermal Master P2 Pro in der iOS-Ausführung und die FLIR ONE Edge Pro, die per WLAN verbunden wird. Explorer E20Plus, Mini3 und Topdon TS001 sind laut Hersteller nur für Android.

Wie weit sieht eine Wärmebildkamera fürs Handy?

Das hängt fast nur von der Brennweite ab. Ein warmer Fleck in Rehgröße fällt mit 9,7 mm rechnerisch auf rund 280 m auf, als Reh erkennen Sie ihn erst auf rund 70 m. Mit einem 3-mm-Weitwinkelmodul sind es rund 20 m.

Welche Handy-Wärmebildkamera ist Testsieger?

Einen eigenen Test haben wir nicht gemacht. Nach Datenblatt sind für Tierbeobachtung Module mit langer Brennweite im Vorteil, etwa HIKMICRO Explorer E20Plus oder Topdon TS001; für Haus und Heizung passen Weitwinkelmodule besser.

Kann man mit einer Wärmebildkamera durch ein Fenster schauen?

Nein. Normales Fensterglas lässt die Wärmestrahlung, die die Sensoren messen, praktisch nicht durch. Sie sehen nur die Temperatur der Scheibe und Spiegelungen.

Peter

Peter Mathematiker & Drohnenpilot

Peter hat Mathematik studiert und ist als FPV- und Drohnenpilot viel draußen unterwegs. Er schreibt die Rechner dieser Seite selbst und prüft jede Formel nach. So entstehen unsere Ratgeber.

Quellen

  1. HIKMICRO: EXPLORER Thermal Camera for Smartphones (E20Plus), Spezifikationen
  2. HIKMICRO: Mini2Plus V2 Thermal Camera Phone Attachment, Spezifikationen
  3. HIKMICRO: Mini3 Thermal Camera Phone Attachment, Spezifikationen
  4. Thermal Master: P2 Pro, Produktseite mit Spezifikationen
  5. TOPDON: TS001 Sell Sheet (Spezifikationen), PDF
  6. TOPDON: TS001 Benutzerhandbuch DE (Pixelgröße, technische Daten), PDF
  7. TOPDON: TC001 Plus, Produktseite mit Spezifikationen
  8. HIKMICRO: LYNX 3.0 Thermal Monocular, Spezifikationen (LE10 3.0)
  9. Teledyne FLIR: FLIR ONE Edge Pro, Spezifikationen
  10. Apple Support: Den USB-C-Anschluss am iPhone verwenden

Weiterlesen