Feldoptik

Wärmebild · Kaufberatung

InfiRay-Wärmebildkamera: Eye, Finder, Unique, Iris oder Gemini?

Von Peter · Aktualisiert · 13 Min. Lesezeit

Welche InfiRay-Wärmebildkamera passt, entscheidet vor allem die Brennweite, denn alle aktuellen InfiRay-Handgeräte haben 12 µm Pixelabstand. Mit 35 mm wie beim Eye III EH35 oder Eye II E6+ V3 erkennen Sie ein Reh rechnerisch auf rund 255 m, mit 50 mm wie beim Unique UH50 oder Finder FH50R V2 auf rund 365 m. Einen Entfernungsmesser haben nur Finder V2 und das Binokular Gemini. Die Detektionsreichweite im Datenblatt liegt rund siebenmal so weit wie die Erkennung.

Methodik: Daten von infirayoutdoor.com, der Seite von InfiRay Outdoor, Stand 29. Oktober 2026. Pixelwinkel und Reichweiten haben wir selbst gerechnet, die Geräte hatten wir nicht in der Hand. Belastbare Euro-Preise aus deutschen Quellen haben wir für die aktuellen Handgeräte nicht gefunden, deshalb nennen wir nur Klassen.

Acht Reihen und was davon noch aktuell ist

Unter „Thermal Imaging Handheld“ stehen im Oktober 2026 sieben Monokular-Reihen und ein Binokular: Eye II V3 (kompakte Allrounder), Eye III (Drehrad, eingebauter Akku), AFFO (laut InfiRay die Einstiegsreihe), Iris (laut InfiRay kleiner als ein Handy), Finder V2 (mit Laser-Entfernungsmesser), Unique (großer Wechselakku), Zoom ZH50 V2 (zwei Brennweiten) und das Binokular Gemini mit Wärmebild, digitaler Nachtsicht und Entfernungsmesser.

Die Modellnamen folgen einem Muster, das InfiRay nicht erklärt, das sich aber aus den Datenblättern ablesen lässt (eigene Ableitung): P steht für 256 × 192 Pixel, L für 384 × 288, H für 640 × 512. Die Zahl dahinter ist die Brennweite in Millimetern, ein angehängtes R der Entfernungsmesser. Ein EH35 hat also den 640er-Sensor und 35 mm, ein FL35R den 384er-Sensor, 35 mm und Laser. Nur die Eye II V3 tanzt aus der Reihe: E3 heißt dort 384er-, E6 640er-Sensor.

Ausgelaufen laut InfiRay

Auf der Seite „Discontinued Products“ führt InfiRay Eye V1 (E2m, E3m, E3+, E3Pro), Eye II V1 (E3Plus, E3Max, E6+, E6Pro), Eye V2.0 (E6n, E2n), Finder FH25R und FL25R, Mini MH25 und ML19 sowie die ältere Eye-III-Serie mit E3plus, E3max und E6+. Wer nach „Eye III E6+“ sucht, findet also ein eingestelltes Gerät. Datenblattnachfolger mit gleicher Optik sind das Eye III EH35 und das Eye II E6+ V3.

Noch gelistet, aber mit Nachfolger, sind der erste Finder (FH35R, FL35R) und die Zoom-Modelle ZH50 und ZH38. Die C2W, nach der ebenfalls oft gesucht wird, steht auf infirayoutdoor.com weder bei den aktuellen noch bei den eingestellten Geräten, verlässliche Herstellerdaten haben wir dazu nicht gefunden.

Datenblatt-Vergleich: alle aktuellen InfiRay-Handgeräte

Sehfeld horizontal, in Klammern die daraus gerechnete Bildbreite auf 100 m. Akkulaufzeit bei 22 °C. Pixelabstand bei allen Modellen 12 µm.

InfiRay-Outdoor-Beobachtungsgeräte nach Herstellerangaben (infirayoutdoor.com, Stand 29.10.2026)
ModellSensorNETDObjektivSehfeld (Breite auf 100 m)DisplayEntfernungs­messerAkku, LaufzeitGewicht
Eye II V3 (Akkutyp im Datenblatt nicht genannt)
E3 Max V3384 × 288≤ 25 mK35 mm7,5° (13,1 m)OLED 1024 × 768nein6 h≤ 450 bzw. 500 g*
E6+ V3640 × 512≤ 25 mK35 mm, F1,012,5° (21,9 m)OLED 1024 × 768nein6 h≤ 420 bzw. 450 g*
E6Pro V3640 × 512≤ 25 mK50 mm, F1,28,8° (15,4 m)OLED 1024 × 768nein6 h≤ 500 g
Eye III (eingebauter Akku 4.200 mAh)
EL25384 × 288≤ 25 mK25 mm10,5° (18,4 m)AMOLED 1440 × 1080nein8 h< 480 g
EL35384 × 288≤ 25 mK35 mm7,5° (13,1 m)AMOLED 1440 × 1080nein8 h< 480 g
EH35640 × 512≤ 25 mK35 mm12,5° (21,9 m)AMOLED 1440 × 1080nein8 h< 480 g
AFFO (eingebauter Akku 3,6 Ah)
AP09256 × 192≤ 40 mK9 mm19,4° (34,2 m)AMOLED 640 × 400nein9,5 h< 340 g
AP13256 × 192≤ 40 mK13 mm13,5° (23,7 m)AMOLED 640 × 400*nein9,5 h< 340 g
AL19384 × 288≤ 40 mK19 mm13,8° (24,2 m)AMOLED 640 × 400nein7,5 h< 350 g
AL25384 × 288≤ 40 mK25 mm10,5° (18,4 m)AMOLED 640 × 400nein7,5 h< 350 g
Iris (Wechselakku 18650, 3.200 mAh)
IL19384 × 288< 20 mK19 mm, F0,913,8° (24,2 m)AMOLED 1024 × 768nein4 h≤ 330 g
IL35384 × 288< 20 mK35 mm, F0,97,5° (13,1 m)AMOLED 1024 × 768nein4 h≤ 330 g
Finder V2 (zwei Wechselakkus)
FH35R V2640 × 512≤ 20 mK35 mm, F0,910,5°**AMOLED 1024 × 768ja, 800 m2 × 5,5 h< 400 g
FH50R V2640 × 512≤ 20 mK50 mm, F1,18,8° (15,4 m)AMOLED 1024 × 768ja, 800 m2 × 5,5 h< 500 g
Unique (Wechselakku IBP-1, 4.400 mAh)
UH35640 × 512≤ 25 mK35 mm12,5° (21,9 m)AMOLED 1440 × 1080nein10 h≤ 540 g
UH50640 × 512≤ 25 mK50 mm8,8° (15,4 m)AMOLED 1440 × 1080nein10 h≤ 650 g
Zoom (Wechselakku IBP-1, 4.400 mAh)
ZH50 V2640 × 512≤ 25 mK25 / 50 mm17,5° / 8,8° (30,8 / 15,4 m)AMOLED 1440 × 1080nein10 h, mit Zusatzakku bis 20 h≤ 710 g
Binokular Gemini (zwei Akkus 18650, Werte für den Wärmebildkanal; 12 µm und Laufzeit nur im Beschreibungstext)
GEH50R640 × 512≤ 25 mK50 mm8,8° (15,4 m)2 × AMOLED 1024 × 768ja, 1.200 mbis 6 h< 960 g

* InfiRay widerspricht sich in den eigenen Tabellen: Für das E6+ V3 stehen einmal ≤ 420 und einmal ≤ 450 g, für das E3 Max V3 ≤ 500 und ≤ 450 g. Beim AFFO AP13 nennt die Vergleichstabelle ein Display mit 720 × 540 statt 640 × 400 Pixeln und 675 statt 670 m Detektion, für AP13, AL19 und AL25 außerdem 32 statt 8 GB Speicher.

** 640 Pixel × 12 µm bei 35 mm ergeben rechnerisch 12,5° und 21,9 m auf 100 m, wie beim E6+ V3 und beim Vorgänger FH35R mit 12,6°. Die 10,5° im Datenblatt des FH35R V2 passen nicht zur Rechnung. Bei allen anderen Modellen stimmen Herstellerangabe und Rechnung überein.

Iris und Finder V2 geben eine NETD unter 20 mK an, AFFO ≤ 40 mK. Nur die Eye II V3 nennt die Messbedingungen (Sensor, 25 °C, F1,0), die Werte sind also nur bedingt vergleichbar. Was die NETD bedeutet, erklärt der Beitrag über Sensorauflösung, Pixelabstand und NETD.

Reichweite nachgerechnet: Wie weit erkennen Sie ein Reh?

Weil InfiRay durchgehend 12 µm verbaut, lassen sich die Geräte direkt über die Brennweite vergleichen. Wir rechnen wie im Artikel zur Wärmebild-Reichweite nach den Johnson-Kriterien mit einem Reh von 0,7 m Schulterhöhe, 2 Pixeln zum Entdecken und 8 Pixeln zum Erkennen, jeweils für 50 Prozent Wahrscheinlichkeit.

Pixelwinkel (IFOV) = Pixelabstand ÷ Brennweite

Reichweite = Zielhöhe × Brennweite ÷ (Pixelzahl × Pixelabstand)

Beispiel Eye III EH35: 12 µm ÷ 35 mm = 0,34 mrad, ein Pixel deckt auf 100 m also 3,4 cm ab. Reh erkennen: 0,7 m × 35 mm ÷ (8 × 0,012 mm) = 255 m.

Johnson-Reichweiten für ein Reh (0,7 m), eigene Rechnung, gerundet; Detektion laut infirayoutdoor.com
Brennweite (alle 12 µm)ModelleIFOV (mrad)Reh entdeckenReh erkennenInfiRay-DetektionFaktor Detektion ÷ Erkennen
9 mmAFFO AP091,33263 m66 m460 m7,0
13 mmAFFO AP130,92379 m95 m670–675 m7,1
19 mmAFFO AL19; Iris IL190,63554 m139 m980 m7,1
25 mmEye III EL25; AFFO AL25; ZH50 V2 (Weitwinkel)0,48729 m182 m1.300 m7,1
35 mmE3 Max V3, E6+ V3; EL35, EH35; IL35; FH35R V2; UH350,341.021 m255 m1.800–1.818 m7,1
50 mmE6Pro V3; FH50R V2; UH50; ZH50 V2 (Tele); Gemini GEH50R0,241.458 m365 m2.500–2.600 m6,9–7,1

InfiRay gibt die Detektion, wo die Zielgröße genannt ist, für ein Ziel von 1,7 × 0,5 m an, also etwa einen stehenden Menschen. Zurückgerechnet liegen bei allen Modellen 2,7 bis 2,8 Pixel auf den 1,7 m Höhe. Ein Reh ist auf diese Distanz ein warmer Fleck, mehr nicht.

Reichweite in Metern (alle 12 µm) InfiRay-Detektion Reh erkennen 9 mm 460 66 13 mm 675 95 19 mm 980 139 25 mm 1.300 182 35 mm 1.818 255 50 mm 2.600 365
Herstellerangabe Detektion (hell, jeweils der höchste genannte Wert) gegen die eigene Erkennungsreichweite für ein Reh mit 0,7 m Schulterhöhe nach Johnson (dunkel).
  • Der größere Sensor bringt Bildbreite, keine Reichweite. EL35 und EH35 erkennen ein Reh gleich weit, rund 255 m, InfiRay nennt für beide 1.800 m Detektion. Das EH35 zeigt aber 21,9 statt 13,1 m Breite auf 100 m. Dasselbe gilt für E3 Max V3 und E6+ V3.
  • Die kleinen AFFO sind Nahbereichsgeräte. Das AP09 erkennt ein Reh nur bis rund 66 m, zeigt dafür 34 m Breite auf 100 m. Für Garten und Hof passt das.
  • Markenübergreifend gilt dieselbe Physik. Ein Pulsar Axion XG35 Compact oder ein HIKMICRO mit 12 µm und 35 mm kommt rechnerisch ebenfalls auf rund 255 m. Mehr dazu in den Beiträgen zur Pulsar-Wärmebildkamera und zur HIKMICRO-Wärmebildkamera.

Welches InfiRay-Modell für welchen Zweck

Entscheidungshilfe nach Einsatz (eigene Einordnung nach Datenblatt, Stand 29.10.2026)
EinsatzTypische DistanzUnser VorschlagReh erkennen bisBildbreite auf 100 mWarum
Garten, Hof, Spaziergangbis 100 mAFFO AP1395 m23,7 mleicht, 9,5 h Laufzeit
Jackentasche, Waldbis 150 mIris IL19139 m24,2 m330 g, Wechselakku
Wiese, Waldrand, Allround50–250 mEye III EH35255 m21,9 m640er-Sensor, 8 h, laut InfiRay 7 h bei −20 °C
Feld mit Entfernungsmessung100–250 mFinder FH35R V2255 m21,9 m (rechnerisch)Laser bis 800 m, zwei Wechselakkus
Weite Felder, lange Nächteüber 250 mUnique UH50365 m15,4 m10 h, Wechselakku
Suchen und Ansprechen in einem Gerätbis 350 mZoom ZH50 V2182 / 365 m30,8 / 15,4 mzwei Brennweiten ohne Nachfokussieren
Mit beiden Augen beobachtenüber 250 mGemini GEH50R365 m15,4 mBinokular, Laser bis 1.200 m

Eye II V3 oder Eye III?

Das Eye II E6+ V3 und das Eye III EH35 haben dieselben Sensor- und Objektivdaten. Das Eye III hat das schärfere Display (1440 × 1080 statt 1024 × 768), ein Drehrad zur Bedienung und laut InfiRay mit 8 Stunden die längere Laufzeit, dazu als einzige InfiRay-Reihe eine Laufzeitangabe für Kälte: 7 Stunden bei −20 °C. Der Akku ist allerdings fest eingebaut. Für die Eye II V3 nennt InfiRay 6 Stunden. Wer weite Felder beobachtet, findet nur in der Eye II V3 ein 50-mm-Modell (E6Pro V3).

InfiRay mit Entfernungsmesser: Finder V2

Das Finder V2 ist das einzige aktuelle InfiRay-Monokular mit Laser-Entfernungsmesser. InfiRay nennt 800 m Reichweite mit einem Fehler von höchstens einem Meter, zwei Wechselakkus mit zusammen bis zu 11 Stunden, Schutzart IP67 und ein Ladegerät, das auch im Auto lädt. Wer mehr Messdistanz will, landet beim Binokular Gemini mit 1.200 m. Mehr zu Entfernungsmessung, Ansitz und Schwarzwild steht im Beitrag zur Wärmebildkamera für die Jagd.

Unique, Zoom und Gemini

Das ZH50 V2 hat zwei Sehfelder, 25 mm zum Absuchen und 50 mm zum Ansprechen, laut InfiRay ohne neu scharfzustellen, und wiegt dafür ≤ 710 g. Das Gemini hat zwei Okulare und neben dem Wärmebild einen digitalen Nachtsichtkanal mit 1920 × 1080 Pixeln. Mit unter 960 g ist es das schwerste Gerät der Übersicht, die Laufzeit von bis zu 6 Stunden nennt InfiRay nur im Beschreibungstext.

Fünf InfiRay-Geräte nach Klasse

Technische Daten laut infirayoutdoor.com, Stand 29. Oktober 2026. Die Klasse ist eine eigene Einordnung innerhalb des InfiRay-Programms nach Sensor, Objektiv und Ausstattung, keine Preisangabe. Alle fünf sind reine Beobachtungsgeräte.

Einsteiger

InfiRay AFFO AP13

Sensor
256 × 192, 12 µm
Objektiv
13 mm
Sehfeld
13,5° (23,7 m auf 100 m)
Gewicht
< 340 g

Für wen: Für Garten, Hof und Abendspaziergang, wenn Tiere selten weiter als 100 m entfernt sind.

  • 9,5 h laut InfiRay
  • IP67, WLAN und App
  • Reh erkennen nur bis rund 95 m
  • Akku fest eingebaut, NETD ≤ 40 mK

Einsteiger · kompakt

InfiRay Iris IL19

Sensor
384 × 288, 12 µm
Objektiv
19 mm, F0,9
Sehfeld
13,8° (24 m auf 100 m)
Gewicht
≤ 330 g

Für wen: Für den Wald und alle, die das Gerät in der Jackentasche tragen wollen.

  • NETD unter 20 mK
  • Wechselakku 18650
  • Nur 4 h pro Akku
  • Reh erkennen nur bis rund 139 m

Mittelklasse

InfiRay Eye III EH35

Sensor
640 × 512, 12 µm
Objektiv
35 mm
Sehfeld
12,5° (21,9 m auf 100 m)
Gewicht
< 480 g

Für wen: Für Wiese, Waldrand und Feldrand, als Allrounder ohne Entfernungsmesser.

  • Reh erkennen bis rund 255 m bei breitem Bild
  • 8 h, laut InfiRay 7 h bei −20 °C
  • Akku fest eingebaut
  • Kein Entfernungsmesser

Mittelklasse · mit Entfernungsmesser

InfiRay Finder FH35R V2

Sensor
640 × 512, 12 µm
Objektiv
35 mm, F0,9
Entfernungsmesser
800 m
Gewicht
< 400 g

Für wen: Für Feld und Wiese, wenn Sie Entfernungen messen wollen.

  • Zwei Wechselakkus, zusammen bis 11 h
  • NETD unter 20 mK
  • Sehfeldangabe 10,5° passt nicht zur Rechnung
  • 5,5 h pro Akku

Oberklasse

InfiRay Unique UH50

Sensor
640 × 512, 12 µm
Objektiv
50 mm
Sehfeld
8,8° (15 m auf 100 m)
Gewicht
≤ 650 g

Für wen: Für große Felder, Küste und Moor über 250 m.

  • Reh erkennen rechnerisch bis rund 365 m
  • 10 h mit Wechselakku 4.400 mAh
  • Schmales Bild, im Wald unpraktisch
  • Kein Entfernungsmesser

Akku und Winterbetrieb

Nach Datenblatt reichen die Laufzeiten von 4 Stunden (Iris) bis 10 Stunden (Unique, Zoom), jeweils bei 22 °C. Einen Kältewert nennt nur das Eye III, 7 Stunden bei −20 °C. Als Einsatzbereich geben die Datenblätter von AFFO, Iris, Unique und Zoom −20 bis +50 °C an.

  • Fester oder Wechselakku: Eye III und AFFO haben einen eingebauten Akku. Iris, Finder, Unique, Zoom und Gemini nehmen Wechselakkus, beim Iris und Gemini handelsübliche 18650-Zellen.
  • Strom von außen: Eye III, AFFO, Unique und Zoom lassen sich laut Datenblatt über USB-C mit 5 V versorgen, eine Powerbank hilft also im Winter.

App: InfiRay Outdoor

Die App heißt InfiRay Outdoor, ist kostenlos und läuft laut InfiRay auf Android ab Version 6.0 und iOS ab Version 9.0. Sie zeigt das Livebild des Geräts auf dem Smartphone, löst Fotos und Videos aus, lädt Aufnahmen aufs Handy und spielt Firmware-Updates ein. AFFO, Eye III und Finder V2 nennen WLAN und App im Datenblatt, die Eye II V3 WLAN. Das Iris-Datenblatt nennt beides nicht.

Zwei Punkte aus der InfiRay-FAQ, die oft Fragen auslösen: Solange das Handy mit dem WLAN des Geräts verbunden ist, hat es kein Internet. Und das Standard-Passwort fürs Geräte-WLAN ist laut FAQ 12345678; ändern Sie es in den App-Einstellungen. Auf einen Windows-Rechner kommen Aufnahmen per USB-Kabel.

Garantie und Reparatur

Laut InfiRay-FAQ gelten drei Jahre Garantie auf das Gerät, zwei Jahre auf den Akku und zehn Jahre auf den Detektor. Die Frist beginnt mit dem Rechnungsdatum eines autorisierten Händlers. Ohne gültige Rechnung zählt das Auslieferungsdatum ab Werk. InfiRay schränkt selbst ein, dass im Einzelfall der Kaufvertrag maßgeblich ist.

Nicht abgedeckt sind laut InfiRay unter anderem unleserliche Seriennummern, nicht autorisierte Öffnungen und Reparaturen sowie Sturz- und Flüssigkeitsschäden. Weil die Garantie an die Händlerrechnung geknüpft ist, ist nach unserer Einschätzung der Händler die erste Anlaufstelle für eine Reparatur.

Gebrauchtkauf: worauf Sie achten sollten

  1. Rechnung verlangen. Ohne Rechnung rechnet InfiRay die Garantie ab Werksauslieferung, bei einem älteren Gerät kann sie dann schon abgelaufen sein.
  2. Generation prüfen. Eye V1, Eye II V1, Eye V2.0, die ältere Eye III mit E6+ und der Finder FH25R sind eingestellt. Das muss kein Nachteil sein: Die ältere Eye III E6+ hat laut Datenblatt wie das EH35 640 × 512 Pixel, 12 µm und 35 mm, also dieselbe Reichweite.
  3. Akku ansehen. Bei Eye III und AFFO ist der Akku eingebaut, die Akkugarantie beträgt zwei Jahre. Lassen Sie das Gerät vor dem Kauf eine Stunde laufen.
  4. Typenschild und App prüfen. Die Seriennummer muss lesbar sein, sonst entfällt die Garantie. Verbinden Sie das Gerät mit der InfiRay-Outdoor-App und prüfen Sie, ob ein Firmware-Update angeboten wird.

Wer vor allem nach Preis sucht, findet im Beitrag Wärmebildkamera unter 1.000 Euro die günstigen Handgeräte verschiedener Marken nebeneinander.

Unsere Empfehlung nach Einsatzzweck

Für den Garten genügt ein AFFO AP13, für die Jackentasche im Wald ein Iris IL19, solange Sie Ersatzakkus mitnehmen. Der vernünftige Allrounder ist das Eye III EH35: 640er-Sensor, 35 mm, rund 255 m Erkennungsreichweite für ein Reh und als einzige Reihe mit Laufzeitangabe für Frost. Wer Entfernungen messen will, nimmt das Finder FH35R V2, für weite Felder das Unique UH50 oder, mit zwei Brennweiten, das Zoom ZH50 V2. Und kaufen Sie nicht nach der Detektionsreichweite: Aus 2.600 m im Datenblatt werden rund 365 m, auf denen Sie ein Reh als Reh erkennen.

Häufige Fragen

Welche InfiRay-Wärmebildkamera ist die beste?

Das hängt von der Entfernung ab, auf der Sie beobachten. Für Wiese und Waldrand ist ein Gerät mit 640er-Sensor und 35 mm wie das Eye III EH35 oder Eye II E6+ V3 ein guter Mittelweg, für weite Felder eines mit 50 mm, etwa das Unique UH50.

Gibt es die InfiRay Eye III E6+ noch?

InfiRay führt die Eye-III-Serie mit E3plus, E3max und E6+ unter den eingestellten Produkten. Aktuell sind die Eye III EL25, EL35 und EH35 sowie die Eye II V3 mit E6+ V3, E6Pro V3 und E3 Max V3.

Welche InfiRay-Wärmebildkamera hat einen Entfernungsmesser?

Unter den aktuellen Beobachtungsgeräten das Monokular Finder V2 (FH35R V2 und FH50R V2) mit 800 m und das Binokular Gemini GEH50R mit 1.200 m. Das R im Modellnamen steht jeweils für den Entfernungsmesser.

Welche App gehört zu InfiRay?

Die kostenlose App InfiRay Outdoor für Android ab Version 6.0 und iOS ab Version 9.0. Sie zeigt das Livebild per WLAN, lädt Fotos und Videos aufs Handy und spielt Firmware-Updates ein.

Was ist der Unterschied zwischen InfiRay E3 Max V3 und E6+ V3?

Beide haben ein 35-mm-Objektiv und 12 µm Pixelabstand, erkennen ein Reh also gleich weit, rechnerisch rund 255 m. Der 640er-Sensor des E6+ V3 zeigt aber ein breiteres Bild: 21,9 statt 13,1 m auf 100 m.

Wie lange gilt die Garantie bei InfiRay?

Laut InfiRay drei Jahre auf das Gerät, zwei Jahre auf den Akku und zehn Jahre auf den Detektor, gerechnet ab Rechnungsdatum bei einem autorisierten Händler. Ohne Rechnung zählt das Auslieferungsdatum ab Werk.

Peter

Peter Mathematiker & Drohnenpilot

Peter hat Mathematik studiert und ist als FPV- und Drohnenpilot viel draußen unterwegs. Er schreibt die Rechner dieser Seite selbst und prüft jede Formel nach. So entstehen unsere Ratgeber.

Quellen

  1. InfiRay Outdoor: Eye II Series V3.0, technische Daten (E6+ V3, E6Pro V3, E3 Max V3)
  2. InfiRay Outdoor: Eye III Series EL25, EL35, EH35, technische Daten
  3. InfiRay Outdoor: AFFO Series (AP09, AP13, AL19, AL25), technische Daten
  4. InfiRay Outdoor: Iris Series IL19, IL35, technische Daten
  5. InfiRay Outdoor: Finder Series FH35R V2 und FH50R V2, technische Daten
  6. InfiRay Outdoor: Unique Series UH35, UH50, technische Daten
  7. InfiRay Outdoor: Zoom ZH50 V2, technische Daten
  8. InfiRay Outdoor: Gemini GEH50R, technische Daten
  9. InfiRay Outdoor: Discontinued Products (eingestellte Reihen)
  10. InfiRay Outdoor: FAQ mit den Rubriken „Warranty and repair“ (faq/38, Garantiezeiten, Ausschlüsse) und „InfiRay Outdoor APP“ (faq/42, Systemversionen, Funktionen)

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